Welche Therapieformen gibt es?

Die gängigste Therapieform ist:

  1. Verhaltenstherapie
    • Konfrontationsverfahren
    • Kognitive Ansätze


Konfrontationsverfahren:

Die Konfrontationstherapie wird auch Reizkonfrontationstherapie oder Expositionstherapie genannt.

Sie gehört zu den Methoden der Verhaltenstherapie und kommt in der Behandlung von Angst- und Panikstörungen zum Einsatz.

Ziel der Konfrontationstherapie ist es, dass wir uns gezielt mit Angst auslösenden Situationen, unseren eigenen Reaktionen, der Angst und den körperlichen Veränderungen konfrontieren.

Wir geben die Vermeidung auf und begeben uns ganz bewusst in die Situationen.

Die Konfrontationstherapie ist eine sehr effektive Therapieform für die Angstbehandlung. Etwa 75% der Agoraphobie-Klienten können geheilt und 80% der Klienten mit sozialer Phobie zu einer Verbesserung gelangen.

Quelle: Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe (www.angst-panik-hilfe.de)

 

Kognitive Ansätze:

Im Mittelpunkt der Kognitiven Therapieverfahren stehen unsere Kognitionen. Kognitionen umfassen unsere Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen.

Zu den Kognitiven Therapieverfahren gehören die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und die Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT).

Diese Therapieverfahren gehen davon aus, dass unser Denken einen großen Einfluss darauf hat, wie wir uns fühlen, verhalten und körperlich reagieren.

Diesen Zusammenhang zwischen unserem Denken, Fühlen und Handeln verdeutlicht das ABC der Gefühle.

Das ABC der Gefühle:
A Situation
B Bewertung der Situation als positiv, negativ oder neutral
C Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten

Wenn wir eine Situation als erfreulich, gut oder schön bewerten, werden wir uns auch froh, glücklich und freudig erregt fühlen.

Bewerten wir eine Situation als schlimm, gefährlich, furchtbar, unerträglich, dann empfinden wir Depressionen, Angst, Wut, Enttäuschung, Unruhe, Anspannung, usw.

Bewerten wir eine Situation als neutral, normal und in Ordnung, dann sind wir entspannt und ruhig.

Da unsere Gedanken unsere Gefühle verursachen, fühlen wir uns, wenn wir so denken, schlecht. Wir bringen unseren Körper in Anspannung und Angst, obwohl keine Gefahr besteht.

Deshalb erarbeiten wir mit dem Therapeuten eine angemessene Sichtweise von uns und unserer Situation.

Wenn wir unsere blockierenden Einstellungen erkannt und korrigiert haben, dann geht es darum, unsere neue und hilfreiche Sichtweise zu üben.

Hierzu gibt uns der Therapeut Hausaufgaben und Übungen, die wir zwischen den Therapiesitzungen durchführen.

Immer wieder werden die Fortschritte überprüft und gegebenenfalls das Vorgehen verändert.

Quelle: PAL Verlagsgesellschaft (www.palverlag.de)